Düngeverordnung

Sperrfristen

 

Sperrfrist im Ackerland

Auf Ackerland beginnt die Sperrfrist generell nach der Ernte der letzten Hauptfrucht und dauert bis einschließlich 31. Januar. Hauptfrucht ist grundsätzlich die Frucht, die im Mehrfachantrag angegeben ist. Es kann jedoch auch eine Kultur sein, die vor dem 1. August gesät wurde und noch im Ansaatjahr geerntet wird (z. B. Ackergras nach Getreidevorfrucht). Folgende Ausnahmen gibt es (wenn ein Düngebedarf gegeben ist):

  • Zu Zwischenfrüchten und Winterraps dürfen bis zu 30 kg/ha Ammonium- bzw. 60 kg/ha Gesamtstickstoff bis Ende September gedüngt werden, wenn die Saat bis 15. September erfolgt.
  • Zu Wintergerste nach einer Getreidevorfrucht dürfen bis zu 30 kg/ha Ammonium- bzw. 60 kg/ha Gesamtstickstoff bis Ende September gedüngt werden, wenn die Saat bis Ende September erfolgt.
  • Mehrjähriger Feldfutterbau hat die gleiche Sperrfrist wie Grünland, wenn die Aussaat bzw. Ernte der Deckfrucht vor 15. Mai stattgefunden hat.

Eine Verschiebung der Sperrfrist auf Ackerland ist nicht möglich.

Sperrfristen im Grünland und mehrjährigen Feldfutterbau

Die Sperrfrist für Grünland und Ackerland mit mehrjährigem Feldfutterbau beginnt am 1. November und dauert bis einschließlich 31. Januar.
Definition mehrjähriger Feldfutterbau: Saat vor 15. Mai und mindestens zwei Hauptnutzungsjahre (nach Mehrfachantrag).
Nach dem letzten Schnitt des Grünlands und mehrschnittigen Feldfutterbaus darf max. 30 kg/ha Ammonium- bzw. 60 kg/ha Gesamtstickstoff gedüngt werden.

Verschiebung der Sperrfrist auf Grünland und mehrjährigen Feldfutterbau
Die Sperrfrist für Grünland und mehrjährigen Feldfutterbau kann um 2 oder 4 Wochen nach hinten verschoben werden. Die Dauer der Sperrfrist von drei Monaten bleibt dabei unverändert.

Sperrfrist bei 2 Wochen-Verschiebung: 15. November bis einschließlich 14. Februar
Sperrfrist bei 4 Wochen-Verschiebung: 29. November bis einschließlich 28. Februar

Die Vorgehensweise der Verschiebung ist wie folgt:
Die Verschiebung muss jährlich vom BBV-Kreisverband für den jeweiligen Landkreis beim zuständigen Fachzentrum für Agrarökologie beantragt werden. Das zuständige Fachzentrum für Agrarökologie entscheidet über die Verschiebung und den Verschiebungszeitraum nach regionaltypischen Gegebenheiten. Insbesondere Witterung oder Beginn und Ende des Pflanzenwachstums sowie Ziele des Boden- und des Gewässerschutzes werden dabei herangezogen.

Verschiebung der Grünlandsperrfrist um 2 Wochen in den Landkreisen:

  • Altötting
  • Dachau
  • Ebersberg
  • Eichstätt
  • Erding
  • Freising
  • Fürstenfeldbruck
  • Stadt Ingolstadt
  • Mühldorf am Inn
  • München, sowie Stadt München
  • Neuburg-Schrobenhausen
  • Pfaffenhofen an der Ilm
  • Starnberg

 

Verschiebung der Grünlandsperrfrist um 4 Wochen in ganz Schwaben und in den Landkreisen:

  • Berchtesgadener Land
  • Bad Tölz-Wolfratshausen
  • Garmisch-Partenkirchen
  • Landsberg
  • Miesbach
  • Rosenheim, sowie Stadt Rosenheim
  • Traunstein
  • Weilheim

 

Stand 18.10.2018