Erzeugerringberatung Südbayern

Aktuelle pflanzen-
bauliche Hinweise
aus Ihrer Region

Durchschnittlich

Die Niederschläge der letzten Woche fielen unterschiedlich aus und waren meist wenig ergiebig, dennoch meist ausreichend. Die kalten Nächte scheinen ab heute vorbei zu sein, es stellt sich eine typische Frühjahrswitterung ein. Temperaturen um 15° und Schauerneigung ab dem Samstag vor allem im südlichen Gebiet. Nach richtig nasser Witterung sieht es ebenso wenig aus wie nach vorsommerlicher Hitze.

Situation auf dem Feld

Die Vegetation schreitet verhalten, aber kontinuierlich fort. Wintergetreide beginnt mit dem Schossen, Wintergerste schiebt langsam die Grannen und Sommergetreide schließt die Bestockung ab. Die Rüben erholen sich vom Witterungsstress und der Raps geht in die Vollblüte.

Düngung

Weizenbestände mit der 2. Gabe führen. Bei zu hohen Bestandesdichten sollte eine kleine „Hungerphase“ die unproduktiven Nebentriebe zur Reduktion bewegen. Hier kann abgewartet werden, bis EC 32 sicher erreicht ist. Bestände mit optimaler bzw. eher schwacher Anzahl Halme dürfen nicht mehr ins „Düngerloch“ fallen. Hier sollte, soweit noch nicht geschehen, nachgedüngt werden. Zielwert N1 + N2 = 90 – 130N (Niedrig bei guter Vorfrucht und Frühsaat, Hoch bei Spätsaat und schwacher Vorfruchtwirkung). Wurde organisch gedüngt, die Bestände regelmäßig kontrollieren, ob der Stickstoff noch nachliefert. Sollte sich ein Aufhellen zeigen, die 3. Gabe vorziehen oder splitten, um die Versorgung in der großen Periode sicherzustellen.

Raps – Blütenbehandlung

Derzeit muss mit einem mittleren Risiko für Sklerotinia gerechnet werden. Die Böden sind regelmäßig feucht, was das Auskeimen der Pilze begünstigt. Andersrum sind die Temperaturen der letzten Wochen eigentlich zu niedrig. Hier ist die Risikoabschätzung des Einzelschlages entscheidend. Enge Fruchtfolgen erhöhen die Infektionswahrscheinlichkeit. Mit Imkern den Einsatz absprechen und in die Zeit nach dem Bienenflug legen. Den Wirkstoff Boscalid vermeiden, da er immer im Honig gefunden wird. Optimaler Einsatzzeitpunkt ist die Vollblüte, frühzeitige Behandlungen fallen in der Wirkung ab. Vor der Behandlung auf Kohlschotenrüssler kontrollieren und wenn notwendig, mit zugelassenen Pyrethroiden bekämpfen. Bei Tankmischungen die veränderten B-Auflagen beachten.

Herbizide Sommergetreide

Die Bedingungen für eine Herbizidanwendung sind gut. Vielerorts sieht man aber fast unkrautfreie Felder. Auf Grund der leichten Niederschläge könnte die eigentliche Unkrautwelle erst kommen. Da rein blattaktiv behandelt wird, diesen Auflauf abwarten und erst dann behandeln. Zunehmend schwierig wird die zunehmende Beschattung durch den fortschreitenden Bestandesschluss. Ein Kompromiss ist daher schwierig.

Wachstumsregler Getreide

Bei Dinkel und Triticale wird es schon knapp mit dem Einsatz von CCC (bis EC31). Hier kann mit reinem Trinexapac oder Prodax gearbeitet werden. Im Weizen ist der Einsatz von Kombinationen aus Trinexapac + CCC derzeit optimal möglich (meist EC31/32). Wurde CCC vorgelegt, die Wirkung überprüfen und gegebenenfalls nachlegen (Ohne CCC). In Gerste und Roggen kann noch mit Trinexapac (bis Fahnenblatt) oder Ethephon (bis Grannenspitzen) nachgekürzt werden, falls hier noch Bedarf besteht

Zuckerrüben

Bestände regelmäßig kontrollieren. Auch dann, wenn in der letzten Woche eine NAK gelaufen ist, muss mit einer Auflaufwelle gerechnet werden. In den Pausen zwischen den NAK´s die Gräserbekämpfung angehen. Die derzeitige Witterung lässt auf eine gute Verträglichkeit schließen. So können bei Problemunkräutern auch „schärfere“ Mischungen gefahren werden. Ist der Windenknöterich oder Kamille im 1. Laubblatt bringt Lontrell (0,1 – 0,15l 600er) eine Wirkungsverstärkung. Vogelknöterich oder größere Klette kann mit Debut (15 bis 20g) eingedämmt werden.)

Hotline

Pflanzenbau-Hotline des Erzeugerringes

0180 – 5 57 44 51

(14ct/min aus dem dt. Festnetz, andere Preise aus Mobilfunknetzen möglich)

  Hauptzeit (März bis Oktober): Montag – Freitag 8.00 – 12.00 Uhr

  Nebenzeit: (November – Februar): Montag – Freitag 8.00 – 10.00 Uhr

Zu den übrigen Zeiten ist ein Ansagedienst geschaltet, der wöchentlich aktualisiert wird