Erzeugerringberatung Südbayern
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Kein endgültiger Durchbruch
Nach den teilweise strengen Nachtfrösten und zeitweiligen Wintereinbrüchen geht es über die Feiertage bergauf. Der Frühling versucht erneut Fuß zu fassen. Nach einer endgültigen Wende sieht es aber derzeit nicht aus. Schon zum Ende der nächsten Woche zeigen die Modelle wieder deutlich sinkende Temperaturen. Am Samstag gibt es eine kleine Unsicherheit bei den Niederschlägen, viel kommt aber nirgends runter. Die nächsten stärkeren Regensignale sind für den Zeitraum 9. -11. Vorhergesagt, sicher ist hier aber nichts.
Situation auf dem Feld
Es ging nicht viel vorwärts. Das Wachstum legte eine deutliche Pause hin. Der Temperaturanstieg wird dies wieder ändern, explodieren werden die Bestände aber nicht.
Saat Zuckerrüben
Das erste Aussaatfenster lief über das vorletzte Wochenende. Verpasst hat man aber nichts. Durch die Vorhersagen mit Wintereinbruch und höheren Niederschlägen war es eher risikobehaftet. Dass dann nicht so viel Schnee und Regen fielen, ist dann im Nachhinein betrachtet eher ein Glücksfall. Gerade unter den Rahmenbedingungen der Zikaden sollte auf frohwüchsige Bestände und einer zügigen Jugendentwicklung geachtet werden. Ob dies dann bei den nächsten Terminen, die wahrscheinlich ab Dienstag anstehen, besser ist, wird sich zeigen. Grundsätzlich wird es aber nicht mehr so extrem kalt und damit wird der Auflauf beschleunigt.
Wintergerste – Düngung und Wachstumsregler
Bei frühen und üppigen Beständen stellt sich rasch die Frage nach dem richtigen Timing für den Einsatz der Wachstumsregler. Hier gilt es die Witterung im Auge zu behalten. Sollte tatsächlich wieder eine längere kühle Phase eintreten, ist der frühzeitige Einsatz bestimmt die bessere Wahl. Bis die Anwendungsbedingungen wieder passen, könnten wir schon aus dem optimalen Bereich (EC 31/32) sein. Einige Trinexapac-Produkte sowie das Prodax haben eine Zulassung ab EC 29, das Fabulus schon ab EC 21. Die Wintergerste reagiert wenig negativ auf stabile Mengen, deshalb bei hohem N-Niveau nicht zu knapp bemessen. Erfahrungsgemäß kürzt das Prodax etwas stärker ein und ist für intensive Anbauer oft die sinnvollere Lösung. Bei späten Beständen besteht vor Mitte April kein Handlungsbedarf.
Auf schwachen Standorten und bei schwachen Beständen kann man sich auch Gedanken um die Anschluss- bzw. Abschlussdüngung machen. Generell bringt eine Splittung der Restgabe meist keinen Vorteil, es kann also fertig gemacht werden. Gute Lagen mit guten Beständen sollten erst nach der Wachstumsreglergabe an die Düngung denken.
Herbizid Wintergetreide
Nach dem die letzten 10 Tage gar nichts lief, gibt es jetzt wieder kurze Zeitfenster. Sieht man sich die kritischen Bedingungen wie Strahlung, Luftfeuchte und Temperaturschwankungen an, wäre eigentlich der Samstag der optimale Termin. Das Risiko leichter Niederschläge bis Mittag und der evtl. stärkere Wind könnten hier entgegen sprechen. Die Tage danach haben wir es mit sehr trockener Luft zu tun, die wird erst zum nächsten Wochenende wieder besser.
Raps – Einkürzung und Glanzkäfer
In den letzten 16 Versuchsjahren gab es lediglich 3, in denen eine Fungizid- bzw. Wachstumsreglergabe wirtschaftlich war. Im Schnitt der Jahre legen wir 30 €/ha drauf. Entscheiden muss das dann jeder für sich.
Mit der sonnigen Witterung zum Start in die nächste Woche werden sich die Glanzkäfer wieder auf den Weg machen. Hier genau kontrollieren. Schaden entsteht eigentlich nur bei Starkbefall und dann vor allem an den Nebenknospen. Der Haupttrieb ist bis zur Ernte eh zum großen Teil ausgefallen und für den Ertrag unbedeutend. Sollte starker Befall auftreten stehen als Insektizide nur mehr Mospilan und Mavrik Vita zur Verfügung.
Hotline
Pflanzenbau-Hotline des Erzeugerringes
(14ct/min aus dem dt. Festnetz, andere Preise aus Mobilfunknetzen möglich)
Hauptzeit (März bis Oktober): Montag – Freitag 8.00 – 12.00 Uhr
Nebenzeit: (November – Februar): Montag – Freitag 8.00 – 10.00 Uhr
Zu den übrigen Zeiten ist ein Ansagedienst geschaltet, der wöchentlich aktualisiert wird.