Erzeugerringberatung Südbayern
Aktuelle pflanzen-
bauliche Hinweise
aus Ihrer Region
Von 0 auf 100
Der Frühling kommt und gibt gleich mal Vollgas. Im Süden ist es schon seit gestern schön, sonnig und warm. Das nördliche Gebiet wird ab heute nachziehen. Bei Temperaturen um 15 Grad geht es dann gleich in ungewöhnlich hohe Gefilde. In der Nacht zum Sonntag sind leichte Niederschläge möglich, ansonsten sieht es auch in der nächsten Woche ziemlich trocken aus. Die Temperaturen gehen bei dann weniger Sonne zu Wochenbeginn etwas zurück, steigen aber Mitte der Woche wieder an. Bodenfrost tritt nur sehr sporadisch auf.
Situation auf dem Feld
In den sonnigen Gebieten zeigt sich schon eine erste Abtrocknung, meist haben wir auf Grund der vergangenen hohen Niederschläge aber noch sehr nasse Bedingungen. In den letzten 30 Tagen fielen zwischen 80 und 110mm Wasser vom Himmel, in einzelnen Regionen bis zu 150mm. Auch wenn viel davon abgelaufen ist, sind die Böden aufgefüllt. Die Winterungen präsentieren sich sehr gut und ergrünen zügig. Erste Maßnahmen sollten möglich sein.
Düngung Raps
Die Kultur mit dem frühesten Düngebedarf steht in den Startlöchern und braucht Futter. Durch die Verzögerung durch das schlechte Wetter wird es nun zügig Zeit den ersten Dünger auszubringen. Dort wo, wenn auch oft mit Bauchschmerzen, eine Überfahrt möglich ist, sollte auch gefahren werden. Je milder der Boden und je höher die Herbstdüngung, desto sparsamer kann gedüngt werden. In der Regel werden wir uns zwischen 60 und 80kg N bewegen. Bei sehr kalten und tonigen Böden darf es aber durchaus auch mehr sein, genauso bei schwacher Bestandsentwicklung. Hier ist es durchaus denkbar, innerhalb der nächsten 8 Tage die gesamte N-Menge auszubringen. Bei Herbstdüngung sind in der Regel 140 bis 160kg ausreichend. Wurde im Herbst kein Stickstoff gedüngt, müssen die 30kg N draufgepackt werden. Schwefelversorgung schnell sicherstellen, wir brauchen beim Raps mindestens 20kg.
Rüssler Raps
Beobachten, und bei Bedarf handeln. Die letzten Jahre zeigt sich, dass das Auftreten sehr kleinräumig unterschiedlich ist. Es muss also der eigene Bestand überwacht werden. Gelbschalen an windgeschützten und sonnigen Plätzen aufstellen. Waldränder oder Hecken begünstigen ebenfalls das Auftreten der Stengelschädlinge. Nach derzeitiger Einschätzung wird es diese Woche keine Maßnahme brauchen. Es kann davon ausgegangen werden, das zur nächsten sonnigen Phase ab Mitte nächster Woche ein guter Behandlungszeitraum eintritt, je nach dem wie hoch die Zuflugzahlen sind.
Düngung Gerste
Hier ist zwar auch eine zeitige Andüngung sinnvoll, drängt aber nicht so extrem wie beim Raps. Es kann durchaus auf eine bessere Befahrbarkeit ab Mitte nächster Woche gewartet werden. Auch hier gilt: Je schwerer der Boden, je kälter die Lage und je schwächer der Bestand, desto höher muss die 1. Gabe ausfallen. Wir bewegen uns zwischen Gaben in Höhe von 60 bis 90kg N. Geringe Mengen bei Mehrzeilern in Verbindung mit Herbstdüngung, hohe Gaben bei Zweileilern auf kalten Standorten. 15 bis 20kg Schwefel sind in der Gerste Pflicht!
Hotline
Pflanzenbau-Hotline des Erzeugerringes
(14ct/min aus dem dt. Festnetz, andere Preise aus Mobilfunknetzen möglich)
Hauptzeit (März bis Oktober): Montag – Freitag 8.00 – 12.00 Uhr
Nebenzeit: (November – Februar): Montag – Freitag 8.00 – 10.00 Uhr
Zu den übrigen Zeiten ist ein Ansagedienst geschaltet, der wöchentlich aktualisiert wird.