Erzeugerringberatung Südbayern
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Kurze Störung
Nachdem es doch immer wieder Schauer gab, zeigte sich das Wetter doch nicht so konstant wie zuvor vorhergesagt. Heute und Morgen kann es dann wieder etwas feucht werden. Schwerpunkt auch hier wieder der Süden. Danach wieder ruhig, trocken und für die Jahreszeit zu warm. Etwas kühler sollte es dann zu Beginn nächster Woche werden.
Situation auf dem Feld
Auch wenn im Unterboden nichts angekommen ist, reicht das Wasser für den Raps und die Zwischenfrüchte sowie das Grünland aus. Bei Rüben und späten Kartoffeln sind die Mengen aber meist ungenügend um hier noch groß Masse zu bilden. Die nächste Zeit geht es darum, die Aussaat für das Wintergetreide vorzubereiten.
Bodenbearbeitung für die Gerste und Roggen
Vor allem auf schweren Böden ist die Bearbeitung ein Traum. Dieser Bodenzustand sollte genutzt werden, um die Grundbodenbearbeitung durchzuführen. Die Gerste reagiert von allen Getreidearten am empfindlichsten auf Ernterückstände und ist damit nicht die klassische Mulchsaatfrucht. Hier hat sich eine intensive Bearbeitung immer als Vorteilhaft erwiesen. Entweder mit sehr Intensiver Grubberarbeit oder klassisch mit dem Pflug. Eine saubere Pflugfurche vermindert den Durchwuchs von Ausfallgetreide der Vorfrucht. Wird die tiefe Bearbeitung rechtzeitig durchgeführt, hat der Boden Zeit sich abzusetzen und abzutrocknen. Ist dies einmal geschehen, sind auch Niederschläge vor der Saat nicht das große Problem. Beim Roggen kann durchaus pfluglos gearbeitet werden. Hier ordentlich Rückverfestigen um eine flache Ablage zu gewährleisten.
Raps – erste Einkürzung
Die zeitigen Saaten um den 24. bis 28.08. entwickeln sich wie erwartet meist zu schnell und werden kräftig. Hier spielen die hohen Bodentemperaturen, eine optimale Feuchte im Oberboden und hohe Reststickstoffmengen eine Rolle. Diese Bedingungen werden weiter anhalten, mit einer starken Verlangsamung des Wachstums ist nicht zu rechnen. Das macht eine erste, rechtzeitige Maßnahme nötig um langsam aber bestimmt auf die Bremse zu treten. Sobald sich die Blätter der benachbarten Pflanze berühren muss gefahren werden. Hier kann mit günstigen Tebucon- oder Metconazolprodukten in Höhe von 0,75 bis 1 L die Grundlage gelegt werden. Wurde noch zusätzlich gedüngt und / oder steht der Raps auf Flächen mit hoher Nachlieferung sollte schon intensiver gefahren werden. Das Toprex zeigt meist die beste Wirkung (0,35 L), mit dem Einsatz von Carax oder Architect wurden schon des Öfteren negative Erfahrungen gemacht. Die Mischung mit Belkar (Solo!) im BBCH 16 ist möglich, mit Ausnahme von Metconazol.
Raps – Erdfloh und Bor
Beim Erdfloh ist die Lage sehr verzettelt. Es hilft nur die Beurteilung des Einzelschlages. Anzunehmen ist, dass es Richtung Wochenende bei steigenden Temperaturen zu einem Anstieg des Befalls kommt, sicher ist dies aber nicht. Bei Maßnahmen mit Pyrethroiden an die Anwendungsbedingungen denken. Nicht über 20° Grad und Spritzwasser mit PH 6. Bor flüssig kann beigemischt werden, dann muss der PH – Wert aber abgesenkt werden. Zitronensäure reicht oft nicht aus, es braucht dann einen Konditionierer. Vorteilhaft ist der Einsatz von Borsäure (Pulver) oder Epso Bortop. Insgesamt sollten im Herbst 150 bis 300 Gramm ausgebracht werden. Der Einsatz auf noch kleine Bestände ist kein Nachteil, da der Großteil über den Boden aufgenommen wird.
Hotline
Pflanzenbau-Hotline des Erzeugerringes
(14ct/min aus dem dt. Festnetz, andere Preise aus Mobilfunknetzen möglich)
Hauptzeit (März bis Oktober): Montag – Freitag 8.00 – 12.00 Uhr
Nebenzeit: (November – Februar): Montag – Freitag 8.00 – 10.00 Uhr
Zu den übrigen Zeiten ist ein Ansagedienst geschaltet, der wöchentlich aktualisiert wird.