Erzeugerringberatung Südbayern

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Keine nachhaltige Erholung

Die erste Hitzephase ging mit Schauern und Gewittern zu Ende. Dies führte wieder zu sehr unterschiedlichen Regenmengen im Ringgebiet. Gestern traf es aber auch Regionen, die bisher wenig bis fast nichts abbekommen haben. Nachhaltige Bodenfeuchte ist aber weiter nicht in Sicht. Nach einer wechselhaften Restwoche steigen die Temperaturen wieder. Danach lauert die nächste Hitzewelle über Spanien und Frankreich, wie weit sie nach Norden reicht, ist derzeit noch ungewiss, eine längere ausgeglichen feuchtwarme Phase ist allerdings eher unwahrscheinlich.

Situation auf dem Feld

Die Trockenschäden der schlecht versorgten Regionen nahmen bis Sonntag noch rapide zu, hier ist im Getreide wohl nicht mehr viel zu erwarten. Mais und Rüben dürften jetzt am deutlichsten vom Regen profitieren, ebenso spätes Wintergetreide und Sommergetreide das bis dahin ohne große Schäden davongekommen ist. So nähern wir uns dem Höhepunkt der Vegetation, bei Wintergerste ist die Abreife ja schon in den meisten Fällen eingeleitet.

Winterweizen - Fusarium

Die Niederschläge führen zu einer mehr oder weniger starken Gefahr von Ährenfusariosen. Bisher konnten die Dauersporen auf den evtl. vorhandenen Ernteresten (Maisstoppeln) nicht auskeimen. Dies ist meist erst seit dem ersten Regen der Fall. Damit sind frühe Regionen und Bestände, deren Hauptblüte schon vorbei ist, sehr wenig gefährdet. Etwas größer ist das Risiko in späten Regionen, die erst zu Blühen beginnen und Schläge mit, auf Grund der Trockenheit sehr verzettelter Blüte im Feld. Hier sorgen die einzelnen schwachen Schauer in Verbindung mit den milden Temperaturen für eine größere Infektionswahrscheinlichkeit. Diese ist abhängig von Vorfrucht, Bodenbearbeitung und Sorte. Insgesamt kann auch auf Risikoschlägen von einem geringen bis mittlerem Risiko ausgegangen werden, das Hauptaugenmerk liegt bei den noch nicht behandelten Weizen auf Braunrost und Schwärzepilzen.
Wirkungsvoll ist eine Fusariumbehandlung zeitnah zur Infektion (+max. 2 Tage). Die Kombination aus Prothioconazol + Tebuconazol (Prosaro) oder Prothioconazol + Spiroxamine (Input classic) hat sich in den letzten Jahren bewährt.

Sommergerste - abschließen

Nach den Niederschlägen und vor einer Strahlungsreichen Witterung sollten auch späte Bestände in den kühlen Regionen abgeschlossen werden. Abwarten macht hier keinen Sinn.

Mais – Wirkung kontrollieren

Viele Herbizidbehandlungen fielen auf trockenen Boden. Hier sollte nach dem Regen die Wirkung gegen die späten Unkraut- und Hirsewellen kontrolliert werden. Auch Wurzelunkräuter wie Distel und Winde erholen sich nach einer Vorbehandlung oft noch einmal und treiben neu aus. Dies gilt auch für Kartoffeldurchwuchs.
Bei späten Behandlungen auf schonende Bedingungen wie geringe Tag- Nacht-Schwankungen und milde Nächte achten. Ist die Bestandsentwicklung schon sehr weit fortgeschritten, kann die Unterblattbehandlung mit Dropleg´s eine gute und sehr verträgliche Möglichkeit dastellen.

Hotline

Pflanzenbau-Hotline des Erzeugerringes

0180 – 5 57 44 51

(14ct/min aus dem dt. Festnetz, andere Preise aus Mobilfunknetzen möglich)

  Hauptzeit (März bis Oktober): Montag – Freitag 8.00 – 12.00 Uhr

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