Erzeugerringberatung Südbayern

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Keine klare Linie

Wie gut die Vorhersagen sind, hat man letzte Woche gesehen. Die ersten Schauer zogen nicht am Donnerstag, sondern in der Mitte Schwabens am Montagnachmittag durch. Derzeit soll es ab heute wieder schön und trocken bleiben. Je nach Wettermodell kann evtl. am Samstag, verbreitet aber ab nächsten Dienstag wieder mit Niederschlag gerechnet werden. Dann kann auch der Winter nochmal anklopfen. Die Gefahr von Bodenfrost besteht über den ganzen Zeitraum.

Situation auf dem Feld

Neuerliche Niederschläge mit teils stärkeren Schauern führten bis jetzt zu keiner weiteren Verbesserungen bei der Befahrbarkeit. Dort wo bisher keine Maßnahmen möglich waren, wird es auch wieder ein paar sonnige Tage brauchen bis es weitergehen kann.

Saat Sommergetreide

Auf schweren und feuchten Standorten ging bis jetzt noch nichts. Hier kann wahrscheinlich auch in den wenigen trockenen Tagen nicht bearbeitet werden. Geduld zahlt sich meist aus, Strukturschäden sind in Sommerungen meist tödlich.

Düngung Weizen

Über das Wochenende bis zum Montag ergeben sich wahrscheinlich gute Düngefenster für die Startgabe. Die Höhe ist wie in der letzten Ausgabe abhängig von Stickstoffform, Vorfrucht und Saatzeitpunkt. Konnte die organische Düngung noch nicht durchgeführt werden, ist sie als zweite Gabe zu planen. Hier die Startgabe anpassen und die Summe von Ergänzung zur organischen + geplante 2. Gabe als Andüngung zusammenfassen.

Herbizid Getreide

Die Kombination aus Nachtfrösten in Verbindung mit hohen Tag-Nacht-Schwankungen und niedriger Luftfeuchte machen den Einsatz, insbesondere gräserwirksamer Sulfonylharnstoffe eher schwierig. Hier sollten auch 10 bis 14 Tage Wachstumsbedingungen herrschen, um die Aufnahme durch die Gräser zu begünstigen und der Kultur die Möglichkeit zur Entgiftung zu geben. Möglich wäre die Anwendung von ACCase-Hemmern (Axial, Traxos, Sword) vor allem auf Windhalmflächen oder wenn sie beim Ackerfuchsschwanz in das Resistenzmanagement passen.

Mulchsaatflächen

Die Zwischenfruchtflächen auf Altverunkrautung und Ausfallgetreide kontrollieren. Erfahrungsgemäß sollte vor den Zuckerrüben ein Totalherbizid zum Einsatz kommen. Eine rein mechanische Bekämpfung reicht oft nicht aus. Beim Mais kann sehr gut mit Bodenbearbeitung ausreichend sauber gearbeitet werden. Allerdings sollte ein erster Arbeitsgang erst nach der organischen Düngung durchgeführt werden, um die Tragfähigkeit nicht unnötig schlechter zu machen. Scheibenegge und Kreiselegge eignen sich bei den derzeitigen Bodenfeuchten nicht zur Bearbeitung, da sie Schmierschichten erzeugen.

Rüssler Raps

Wurden bis vorletzten Montag die Schwelle noch nicht überschritten, dürfte dies auch nicht mehr passieren. Die zahlreich auftretenden Glanzkäfer interessieren derzeit nicht. Es dürften also hinsichtlich Insektizide keine Maßnahmen anstehen.

Hotline

Pflanzenbau-Hotline des Erzeugerringes

0180 – 5 57 44 51

(14ct/min aus dem dt. Festnetz, andere Preise aus Mobilfunknetzen möglich)

  Hauptzeit (März bis Oktober): Montag – Freitag 8.00 – 12.00 Uhr

  Nebenzeit: (November – Februar): Montag – Freitag 8.00 – 10.00 Uhr

Zu den übrigen Zeiten ist ein Ansagedienst geschaltet, der wöchentlich aktualisiert wird.